{"id":976,"date":"2017-06-06T17:46:37","date_gmt":"2017-06-06T15:46:37","guid":{"rendered":"http:\/\/photozeichen.de\/toblog\/?p=976"},"modified":"2017-06-13T17:50:13","modified_gmt":"2017-06-13T15:50:13","slug":"hinein-ins-fahrvergnuegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/photozeichen.de\/toblog\/index.php\/hinein-ins-fahrvergnuegen\/976","title":{"rendered":"Hinein ins Fahrvergn\u00fcgen"},"content":{"rendered":"<p><strong>30.05.2017<\/strong> Der bestellte e-Golf wird heute abgeholt. Wir hatten uns entschlossen, das Auto von Wolfsburg abzuholen, denn die \u00dcberf\u00fchrungskosten sind nicht von Pappe und auf diese Weise lassen sich schon etwa 300 \u20ac einsparen, wenn man preislich g\u00fcnstige Zugverbindungen nutzen kann. Unser H\u00e4ndler fand es recht ambitioniert, dass wir so aus dem Stand von WOB nach SG fahren wollten \u2013 ohne e-Auto Erfahrung \u00fcber 350 km, laut Routenplaner 3 1\/2 Std reine Fahrzeit f\u00fcr ein normales Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.<\/p>\n<p>Um es vorweg zu nehmen: Wir sind angekommen, klar; anders w\u00e4re schlecht. Es gab aber doch die f\u00fcr e-Autos typischen Abenteuer. Aber der Reihe nach. <!--more-->Im Vorfeld hatte ich mich erkundigt, ob das Auto voll geladen sei, wenn wir es in Wolfsburg in Empfang nehmen. Sowohl mein H\u00e4ndler als auch die freundliche Stimme der <a href=\"https:\/\/www.autostadt.de\/\" target=\"_blank\">AutoStadt<\/a>-Disponentin konnten mich beruhigen. Meinen bzgl. e-Autos &#8222;allwissenden&#8220; Sohn hatte ich noch wegen der Notwendigkeit einer Tankkarte befragt. Er meinte, dass es eine <a href=\"https:\/\/www.volkswagenleasing.de\/de\/home\/mobilitaetsdienstleistungen\/europa_tank_servicekarten\/strom\/charge-fuel-card.html\" target=\"_blank\">Charge&amp;Fuel Card<\/a> (von VW f\u00fcr VW-Kunden) g\u00e4be, mit der man in Deutschland schon recht gut zurechtkommen kann. Mein H\u00e4ndler hatte so etwas nicht: &#8222;Die gibt es in Wolfsburg, wenn Sie das Auto abholen&#8220;. Zur Vorbereitung geh\u00f6rt auch ein Kennzeichen, welches der H\u00e4ndler besorgt hatte. Leider fehlte das &#8222;E&#8220; am Ende. Offenbar ist hier in Solingen noch keiner so recht auf Elektromobilit\u00e4t eingestellt. Immerhin gibt es (abgesehen von wenigen H\u00e4ndlern) <a href=\"http:\/\/www.goingelectric.de\/stromtankstellen\/\" target=\"_blank\"><em>genau eine<\/em><\/a> Typ 2 Lades\u00e4ule in Solingen (Stand: 05.06.2017).<\/p>\n<p>Der Tag begann um 5.30 Uhr in Solingen Hauptbahnhof mit einem IC, der wegen eines Notarzteinsatzes umgeleitet wurde, also in Solingen nicht mehr fuhr. Wir konnten daher mit dem n\u00e4chsten ICE fahren. Dieser stellte eine erheblich bessere Verbindung dar, die wir aber nicht geplant hatten, da die Fahrt dreimal so teuer gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Nach der Anmeldung in der AutoStadt und einem gem\u00fctlichen franz\u00f6sischen Fr\u00fchst\u00fcck (<a href=\"https:\/\/www.autostadt.de\/restaurants-und-kulinarik\/autostadt-restaurants\/das-brot\" target=\"_blank\">Das Brot<\/a>) haben wir auf die gebuchte <a href=\"https:\/\/www.autostadt.de\/autostadt-erkunden\/fahrerlebnisse\/volkswagen-werktour\" target=\"_blank\">WerkTour<\/a> gewartet. Diese Zeit haben wir genutzt, um im <a href=\"https:\/\/www.autostadt.de\/autostadt-erkunden\/zeithaus\" target=\"_blank\">ZeitHaus<\/a> &#8222;in Automobilgeschichte zu schwelgen&#8220;. In dieser Zeit zog ein heftiges Gewitter auf. Daher ist die WerkTour regelrecht ins Wasser gefallen und bescherte uns viel weitere Zeit zur Besichtigung anderer Pavillons und zur Suche nach Souvenirs, die mit dem vorgegebenen Kartenguthaben verrechnet werden k\u00f6nnten, was in der Regel nicht immer einfach ist. Nach der &#8222;ber\u00fchmten Currywurst&#8220; (unser H\u00e4ndler) im <a href=\"https:\/\/www.autostadt.de\/restaurants-und-kulinarik\/autostadt-restaurants\/tachometer\" target=\"_blank\">Tachometer<\/a> warteten wir auf den e-Golf.<\/p>\n<p>Ein mehrsprachiger, schnellredender, aber durchaus netter Auto-\u00dcbergeber (VW: Kundenbetreuer) machte ein Erinnerungsfoto und erkl\u00e4rte uns die Details: der Betreuer spielte &#8222;Klavier&#8220; auf dem elektronischen, bunten Display, jonglierte gleichzeitig mit meinem Smartphone und deutete auf die Vielzahl von Kn\u00f6pfen und Schaltern\u00a0\u2013 so, jetzt wir!<\/p>\n<p>Mein Blick fiel auf die Ladeanzeige, die das gleiche Aussehen wie eine Tankanzeige hat. Was ich da sah, bereitete mir Sorgen: 35 % konnte man ablesen. Ist das Auto etwa doch nicht geladen? Nun also schnell raus aus der Halle und zur n\u00e4chsten Ladestation fahren. Es war ein interessantes, neues Gef\u00fchl. Elektroauto fahren macht tats\u00e4chlich Spa\u00df.<\/p>\n<p>Unmittelbar vor der Halle war eine Lades\u00e4ule. 3 Stunden Ladezeit (bis zu 80 %)? Mein Sohn fragte nach einem Schnelllader. Eine Kundenbetreuerin, die gerade vor Ort war , deutete auf eine andere Ladevorrichtung, die aber nur die Leistung einer einfachen Schukosteckdose liefern konnte. Mehr war nicht zu sehen. (Wir erfuhren hinterher, dass es in der Vorbereitungshalle eine Schnelladeeinrichtung gab. Es wurde einfach vergessen, das Auto w\u00e4hrend der Vorbereitungen zu laden. VW hat sich nachtr\u00e4glich mit einem Gutschein entschuldigt.) Aus der Not eine Tugend machen hei\u00dft: solange Eis essen, bis das Auto die Energie bis zur n\u00e4chsten geplanten Lades\u00e4ule normal schaffen kann. In der Hoffnung, bei der Verwendung eines e-Autos nicht allzu dick zu werden, fuhren wir mit reichlich Stau und stockendem Verkehr nach Hannover.<\/p>\n<p>Die Uni Hannover betreibt eine Schnelllades\u00e4ule in Garbsen (Lise-Meitner-Stra\u00dfe 1, 30823 Garbsen). Leider\u00a0 war diese gerade von einem BMW i3 belegt. Mein Sohn wusste aber von einem VW-H\u00e4ndler (Autohaus Kahle) in unmittelbarer N\u00e4he, der eine gleichartige Lades\u00e4ule kostenfrei f\u00fcr VW-Kunden anbietet. Hier ben\u00f6tigt man zum Freischalten allerdings eine Charge &amp; Fuel Card, von der es bei der Auslieferung des Autos hie\u00df: &#8222;Die geben wir nicht mehr aus.&#8220; Nachfrage im B\u00fcro brachte auch nichts, da der e-Auto Fahrer der Firma die (einzige) Karte besitzt, aber bereits nach Hause gefahren war. Also wieder zur\u00fcck zur Uni. Dort stand der i3 immer noch. Allerdings war der Ladestecker nicht verriegelt. Also konnten wir laden. W\u00e4hrend der Ladeweile konnten wir uns mit einem an e-Autos\u00a0Interessierten Mitarbeiter der Uni angeregt unterhalten. Nach dem Ladevorgang haben wir den i3 wieder als ladend getarnt, da er sonst im Halteverbot gestanden h\u00e4tte . . .<\/p>\n<p>Ganz &#8222;normal&#8220; fahren wir weiter zum n\u00e4chsten Ladestopp an der Autobahnrastst\u00e4tte Lipperland Nord bei Bad Salzuflen. Routiniert laden wir das Auto, um in der halben Stunde ein kleines Abendessen in der Rastst\u00e4tte einzunehmen. Beherzt fahren wir weiter bei abnehmender Verkehrsdichte bis zur Autobahnrastst\u00e4tte Lennhof West bei Hagen (A1), um dort noch ein wenig nachzuladen \u2013 man wei\u00df ja nie. Wir fahren durch die mit Lastwagen vollgestellte Rastst\u00e4tte und sehen \u2013 nichts. Kurz bevor es wieder auf die Autobahn geht, entdecken wir rechter Hand etwas verdeckt neben einem parkenden Lastwagen die Lades\u00e4ule. Sie war frei und wir konnten vorsichtig r\u00fcckw\u00e4rts heranfahren. Nach kurzem Laden ging es weiter. Die letzten 50 km konnte man ohne weiteres Nachdenken\u00a0nach Hause fahren. Wir kamen gegen 22.30 Uhr nach 7 Stunden Fahrt an. Der Routenplaner hatte 4,5 bis 5 Stunden angegeben. Er wusste nat\u00fcrlich nichts von einem anf\u00e4nglich ungeladenen Auto , dem Problem mit dem Laden und dem Stau in Hannover.\u00a0 2 Stunden kann man daf\u00fcr aber durchaus ansetzen.<\/p>\n<p>Fazit: Nach dem aktuellen Stand der Lades\u00e4ulenversorgung ben\u00f6tigt man f\u00fcr eine \u00fcber 200 km lange Reise Zeit f\u00fcr eine gr\u00fcndliche Planung und Zeit zum Reisen. Falls man diese Zeit nicht aufbringen kann, sollte man mit der Bahn fahren\u00a0\u2013 auch wenn es manchmal hei\u00dft: &#8222;Der Zug f\u00e4llt aus.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.05.2017 Der bestellte e-Golf wird heute abgeholt. Wir hatten uns entschlossen, das Auto von Wolfsburg abzuholen, denn die \u00dcberf\u00fchrungskosten sind nicht von Pappe und auf diese Weise lassen sich schon etwa 300 \u20ac einsparen, wenn man preislich g\u00fcnstige Zugverbindungen nutzen kann. 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