Musik kennt keine Grenzen

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Der Deutsch-Afghanische Gesprächskreis hatte in der Stadtkirche am Fronhof am 18. November 2017 zu einem internationalen Nachmittag eingeladen.

Im Bürgersaal der evangelischen Kirche traf am Samstag ein buntgemischtes Publikum aufeinander, ebenso vielfältig wie das Bühnenprogramm, das der Deutsch-Afghanische Gesprächskreis unter dem Motto „Musik kennt keine Grenzen“ zusammengestellt hatte. „Die Idee hatte ich im September und ich bin froh, dass so viele Gruppen spontan zugesagt haben“, freute sich Noor Abrahimkhail, der den Gesprächskreis mit Kurt Picard zusammen leitet.

Den Auftakt machten zwei Profis mit gefühlvollen kurdischen Klängen an der Santur und der Saz. Azad Shawaysi und Saher Isa sind beide Virtuosen an ihren Saiteninstrumenten. Sie gehören dem Ensemble Tarab an, das 2015 von Tom Daun gegründet wurde und Teil des Musical-Projekts „We perform“ war. Schon in wenigen Tagen, am 3. Dezember werden sie noch einmal mit den Bergischen Symphonikern und dem Programm „Von Beirut ins Bergische“ auf der Bühne des Konzertsaals stehen.

Als Kontrastprogramm folgte die Flötengruppe „Die freche 13“ von der Musikschule Solingen. Sie brachte den Neu-Solingern unter den etwa 120 Zuhörern einen besonderen deutschen Weihnachtsklassiker nahe: die Titelmelodie aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Der Kinderchor der Grundschule Uhlandstraße sang dagegen engagiert von Bäumen und Käfern, die es zu schützen gilt.

Als ein verbindendes Element über alle Kulturen hinweg stellte sich der Tanz heraus. Ob Kurden, Afghanen oder Griechen: den Rundtanz kennen sie in vielen verschiedenen Formen. Besonders die griechische Gruppe „Orpheos“ erntete viel Applaus für ihren schwungvollen Auftritt.

Beobachtungen fürs Solinger Tageblatt vom 18. November 2017: Mit Musik über Grenzen gehen