Film

Die folgenden Filme sind freie Projekte und Arbeiten, die ich im Rahmen meines Studiums an der Bergischen Universität Wuppertal umgesetzt habe.


Gold für China

Gold für ChinaAnläßlich der olympischen Spiele in Peking hat sich die Solinger Amnesty-Gruppe vorgenommen zu testen, ob ihre Mitbürger „Fit für Menschenrechte“ sind. Das Projekt entwickelt sich auch für die Gruppe zum kommunikativen und medialen Fitness-Marathon…

mit der Solinger Gruppe von Amnesty International

Ein Dokumentarfilm von Daniela Tobias
30 Minuten

Ss 2008, Bergische Universität Wuppertal,
Betreut durch Dipl. Des. Anna Silvia Bins und Dr. Bernhard Uske

Synopsis 

Die Menschenrechte von 1,3 Milliarden Chinesen ausgerechnet in Deutschland verteidigen zu wollen kann schon allein dadurch zum gedanklichen Spagat werden, daß die Mehrheit der Chinesen zu Zeiten der olympischen Spiele in Peking offenbar vollauf zufrieden mit der Entwicklung ihres Landes sind. Wie schwierig es ist, dieses Thema auch bei seinen deutschen Mitbürgern anzubringen, weiß die Solinger Gruppe von Amnesty International als sie im Vorfeld der olympischen Spiele 2008 eine Aktion zur Amnesty-Kampagne „Gold für Menschenrechte“ vorbereitet.

Zwölf Gruppen-Mitglieder, allesamt keine professionellen Strategen im Kampf um die öffentliche Aufmerksamkeit, machen sich an die Arbeit. Gebremstes Interesse gewöhnt, setzen sie sich diesmal sportliche Ziele – sie wollen ganze Vereine an den Start bringen. Welchen Weg das Projekt von den ersten Visionen bis zum letzten Werbesturm auf potentielle Teilnehmer nimmt, beobachtet der Film über 3 Monate hinweg und zeichnet dabei das Portrait einer Gruppe, die, trotz unterschiedlich gerichtetem Ehrgeiz und Temperament, nicht von ihrer gemeinsamen Überzeugung abläßt, sich für die weltweite Durchsetzung der Menschenrechte einzusetzen. Dabei treffen sie durchaus auf unverhoffte Unterstützung.


Diener und Denker

Diener und DenkerDiener und Denker, manchmal auch Dichter. Was genau ist eigentlich ein Kirchenmusiker? Kurze Einblicke in einen Beruf, der nicht ohne Haltung auskommt.

mit Ludwig Audersch, Kantor der Lutherkirche Solingen

Ein Dokumentarfilm von Daniela Tobias
22 Minuten

Ws 2008/09, Bergische Universität Wuppertal,
Betreut durch Dipl. Des. Anna Silvia Bins und Dr. Bernhard Uske

Synopsis

Vom Kopierer zur Kantorei, zwischendurch eine Beerdigung, Besinnung, dann die Orgelpfeife stimmen, üben, üben, üben, aber auch den Spaß der Kinder am gemeinsamen Singen wecken – das sind die unterschiedlichsten Spielfelder, die jeweils ihre eigene Art der Konzentration erfordern. Ludwig Audersch ist seit 13 Jahren in der evangelischen Luther-Kirchengemeinde in Solingen als Kantor tätig.

Der Film beobachtet den Kirchenmusiker an vielen verschiedenen Arbeitsplätzen, nicht nur auf der Orgelempore, dieser Welt zwischen Tasten, Registern und Pfeifen, einen bis auf wenige buntglasige Scheiben fensterlosen Raum mit Ausblick in den weiten Kirchenraum, der mal still und einsam, mal Andachtsraum, dann wieder von schwatzenden Gemeindemitgliedern bevölkert ist, wie er mit Chormitgliedern probt, wie er selber spielt und Musik erlebt, läßt sich in Gespräche verwickeln, in die Widersprüche eines komplexen Berufsbildes, das aus Zeit und Raum gefallen scheint. Aus einer Welt, in der es eigentlich nur noch um die Mobilisierung der Massen geht, um kulturelle Investitionen rechtfertigen zu können.

Die Bruchstücke, die ein Nur-24-Stunden-Tag erzeugt, wenn Anspruch mit Alltag ringt, sollen durchaus sichtbar bleiben; im Kontrast einer immobilen Konstruktion aus meterhohen Pfeifen zu einem beweglichen Geists, der an verschiedenen Fronten gefordert ist, dabei aber auch seine eigenen Interessen und Ideale nicht aus den Augen verliert. Kinder sind der im wahrsten Sinne springende Punkt für den Funken, der seinen Herd kennen muß.


Der Held von Sydney

SydneyEin Kinder-Känguru-Kurzfilm über Heldentum und Freundschaft: Wozu braucht man eigentlich Helden und können Kängurus fliegen? 

mit Jakob und Noa Tobias

Ein Kurzfilm von Daniela Tobias und Magalie Baumhof
7:21 Minuten

Ss 2009, Bergische Universität Wuppertal,
Betreut durch Dipl. Des. Anna Silvia Bins und Dr. Bernhard Uske

Herzlichen Dank an den Solinger Vogel- und Tierpark und Köln Bonn Airport für die freundliche Unterstützung bei den Dreharbeiten.


Jeder Tag

Jeder Tag91 Jahre sind eine lange Zeit für einen Menschen. Auch ein einzelner Tag wird in diesem Alter zu einer langen Zeit, die es immer wieder aufs neue rumzukriegen gilt.

mit Ernst Kraft, Wissen

Ein Dokumentarfilm von Daniela Tobias
28:50 Min

Ws 2009/10, Bergische Universität Wuppertal,
Betreut durch Dipl. Des. Anna Silvia Bins und Dr. Bernhard Uske

Synopsis

Die Nachbarn sind um die Hälfte jünger, der Friedhof liegt auf der anderen Straßenseite, Mittagessen um halb zwölf. Das Haus in Ordnung zu halten ist Teil der Disziplin, die das Leben an sich fordert. Nützlich auch das Gefühl, eigentlich ganz gut weggekommen zu sein. Trotzdem fehlt jemand zum Reden.


Bologna 2010

Bologna 2010Bildung ist Kommunikation, Kommunikation ist Bildung, Bildung ist Kommunikation von Bildung, Bildung von Kommunikation.

Ein Dokumentarfilm von Daniela Tobias
25 Minuten

Diplomarbeit im Fach Kommunikationsdesign
Sommersemester 2010
Bergische Universität Wuppertal
Betreut durch Dipl. Des. Anna Silvia Bins
und Dr. Bernhard Uske

Synopsis

Die Bergische Universität Wuppertal als Durchschnittsfall einer Hochschule 2010, mitten im Bologna-Umbruch. Ein Ort an dem Menschen zusammentreffen, kommunizieren wollen und müssen – um (sich) zu bilden? Eine Frage der Haltung, der Pädagogik, der Umstände? Endoskopische Beobachtungen als Diplomarbeit im System.

Mit den Mitteln des „direct cinema“ wurden Szenen eingefangen, die sowohl das Bemühen als auch die Irritation festhalten, die jeden Lernprozess kennzeichnen, die aber in der aktuellen Situation noch einmal forciert wahrgenommen werden. Es sind oftmals die kleinen Details, die den immensen Umbruch widerspiegeln, der sich im Hintergrund abspielt und nicht so sehr die augenfälligen Störungen, die mit der Einführung der neuen Studiengänge einhergingen. Der Film möchte den Blick für die Phänomene schärfen.