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Daniela Tobias

Einträge aus dem Monat Februar 2010

Gräfrather Kirchenschatz

Das Solinger Klingenmuseum befindet sich seit 1991 im ehemaligen Augustiner-Chorfrauen-Stift in Gräfrath und zeigt neben den namengebenden Klingen auch den Kirchenschatz der angrenzenden Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt. Die außergewöhnlich umfangreiche Sammlung beinhaltet unter anderem einen Knochensplitter der heiligen Katharina von Alexandria, sowie eine Flasche mit Flüssigkeit, die dieser Knochen im 14. Jahrhundert abgesondert haben soll und Gräfrath zur Wallfahrtsstätte werden ließ. Sehenswert ist außerdem ein freigelegtes romanisches Mauerwerk der heute barocken Klosterkirche, die 1990 durch den unachtsamen Umgang mit einer Baggerschaufel zutage trat.

Nächste Termine mit Führung: 14. März und 18. April, 15 Uhr


(Führung mit Dr. Ulrike Reffgen-Spengler, beobachtet fürs Solinger Tageblatt)

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Nachtwache

Pietro Masturzo hat mit seiner Reportage von den Dächern Teherans nach der Präsidentenwahl im Iran den World Press Photo Award für das beste Pressefoto des Jahres 2009 gewonnen. Unbedingt sehenswert:

http://www.pietromasturzo.com/wordpress/ghosts-of-teheran

REUTERS/Pietro Masturzo

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Villa Noailles

Um dem ganzen Schneematsch im Lande optisch etwas entgegenzusetzen an dieser Stelle noch mal einen Rückblick in den Süden: Im Juli haben wir in Hyères an der Côte d’Azur die Villa Noailles besucht. Das legendäre Bauwerk, das Architekt Robert Mallet-Stevens  in den zwanziger und dreißiger Jahren für das Ehepaar Noailles errichtete, wird heute von der Stadt Hyères bei freiem Eintritt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und regelmäßig mit Ausstellungen und Workshops belebt, die dem Geist dieses kulturellen Treffpunkts, wie ihn seine früheren Besitzer pflegten, entsprechen. Ein ausgesprochen erstaunliches Engagement, das hoffentlich noch lange erhalten bleibt.

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Pinabauschplatzt

Pina-Bausch-Platz

Den gestandenen Psychologen wird’s nicht wundern, aber als unbedarften Beobachter kann es einen schon umhauen, wenn man rund zweihundert lautstark blökende Mitbürger beobachtet (mit Verlaub, anders kann man das nicht bezeichnen…), die sich an ihr Straßenschild klammern, als gälte es die Religionsfreiheit zu verteidigen. Die Bezirksvertretung von Solingen-Wald hat auf ihrer Sitzung am 25. Januar mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken beschlossen, den Hindenburgplatz in Pina-Bausch-Platz umzubenennen und wird damit wahrscheinlich die erste öffentliche Fläche mit dem Namen der in Solingen geborenen Choreografin ausweisen können. Selbst die Wuppertaler hatten es nicht so eilig, ihre Hindenburgstraße im Zooviertel loszuwerden… idyllischer wär’s allemal gewesen als unser asphaltierter Riesen-Parkplatz, aber gut – bleibt zu hoffen, dass die Walder Theatertage dem Areal im Mai ein bißchen “Pina Bausch” einhauchen können und wir nicht zeitgleich zum Bürgerbegehren geladen werden, nur weil sich 200 für alle halten. 3851 werden es hoffentlich nicht sein…

Eintrag aus dem Forum des Solinger Tageblatts zur Umbenennung des Hindenburgplatzes in Pina-Bausch-Platz:

Walther Waldorf, 31.01.2010, 22:33:58

Jetzt haben wir den Salat. Gestern in der Kneipe eine Wette verloren. Ich muss am 11.2. um 15:30 Uhr auf dem Walder MARKTPLATZ die Namen von Hindenburg und Bausch tanzen…

Glück auf, Herr Waldorf! Vergessen Sie Helm und rosa Wattebäusche nicht…

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